Mit Misserfolgen erfolgreich umgehen lernen

Mit Misserfolgen erfolgreich umgehen lernen

Das Erleben von Misserfolgen stellt eine kritische Situation dar: du hast dir ein Ziel gesetzt und bist oft mit großem Engagement, mit viel Mühe und Energie an die Umsetzung gegangen. Vielleicht hast du auch Opfer gebracht und auf manches verzichtet. Du hast viel Hoffnung mit dem Gelingen deines Vorhabens verbunden und nun haben sich die Dinge so entwickelt, dass scheinbar alles umsonst war: du hast selbst gemerkt, dass du gescheitert bist und dein Ziel nicht erreicht hast oder andere haben es dich wissen lassen. An dieser Stelle befindest du dich an einem Punkt, an dem wichtige Weichen für die Zukunft gestellt werden: Es gilt nun, eine Depressive Verallgemeinerung als Reaktion auf den Misserfolg zu verhindern.
Eine erste depressive Verallgemeinerung besteht darin zu glauben, dass du selbst allein verantwortlich für den Lauf der Dinge gewesen seiest. Mach dir klar, dass dies nicht so ist! Übernimm deinen Teil der Verantwortung, aber nicht mehr! Selten ist es so, dass Ereignisse eine einzige Ursache haben. Meist muss vieles zusammenwirken, damit etwas geschieht. Auch wenn du einen Misserfolg erlebt hast, hat das in der Regel mehrere Gründe. Die Art, wie du die Sache angepackt und durchgeführt hast, hat mit Sicherheit eine Rolle, vielleicht sogar eine große Rolle dabei gespielt. Aber es haben auch andere Faktoren mitgespielt: z.B. andere Menschen, die an der Sache beteiligt waren, Umstände, die sich als ungünstiger herausgestellt haben, als zuerst angenommen. Du hast dein Ziel nicht erreicht, das ist nicht zu leugnen, aber ganz allein verantwortlich für das was geschehen ist, bist du bestimmt nicht.Wenn du dich mit der Frage beschäftigst, auf welche Art du selbst zum Scheitern beigetragen hast, so kannst du zu zwei ganz verschiedenen Antworten kommen: du kannst die Ursachen des Misserfolgs analysieren und dir sagen: „Ich habe dieses und jenes falsch gemacht, hier hätte ich so und so verfahren sollen, ich habe versäumt zu berücksichtigen, dass . . .“ usw. Diese Art der Analyse ist in Ordnung. Aber anders verhält es sich, wenn du zu folgendem Urteil kommst: „Es ist so gelaufen, weil ich inkompetent bin, ich bin einfach solchen Schwierigkeiten nicht gewachsen.“ Wenn du so denkst, machst du nicht dein Verhalten, z.B. Fehler in deiner Vorgehensweise, für das Scheitern verantwortlich, sondern deine ganze Person. Du kannst im nächsten Schritt deiner depressiven Verallgemeinerungen feststellen: „Ich war schon immer so. Kein Wunder, dass ich nur Misserfolge erlebt habe. Alles, was ich angefasst habe, ist fehlgeschlagen, kaum etwas ist mir je gelungen.“ Und schließlich holst du zum letzten Schlag gegen dich selbst aus: „Und so wird es immer sein, so wird es weitergehen. Egal wie ich mich anstrenge, ich habe keine Chance, je aus dem selbstverschuldeten Schlamassel herauszukommen. Wozu soll ich mich denn überhaupt noch anstrengen, das hat doch alles keinen Sinn.“ Wenn du so denkst, ist es konsequent, dass du von der Zukunft nur Katastrophen und Demütigungen erwartest: Wenn die anderen jetzt noch nicht wissen, was für ein Versager du bist, es wird bald alles auffliegen und dann ist es aus.
Ein angemessener Umgang mit Misserfolgen, die nun ja zu einem aktiven Leben gehören lernst du in unserem Emotionalen Selbstmanagement Kurs.

Herzliche Grüße,
Etienne

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